Mein persönlicher Werdegang

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Auf dieser Website möchte ich Ihnen gerne einige Instrumente präsentieren, die ich selbst gebaut habe. Schon frühzeitig war mir klar, was ich später einmal werden wollte: Orgelbauer! Jedoch wird man nicht so einfach Orgelbauer. Eine gediegene Tischlerausbildung ist zwar eine gute Basis, reicht aber nicht aus.

Mein Interesse gilt besonders kleineren Orgeln, in deren Bau ich mich dann auch am meisten vertieft habe. Hilfreich waren dabei die Veröffentlichungen “Het Nederlandse Huisorgel” (Die niederländische Hausorgel) von A. Gierveld und “Der Nürnberger Orgelbau des 17. Jahrhunderts” von J. P. Schindler.

Ein Orgelbauer lernt fortwährend dazu, und der beste Lehrmeister ist die Geschichte. Orgelbauer früherer Zeiten verfügten über große Fachkenntnis, die jeweils vom Meister an den Lehrling weitergegeben wurde. Leider ist im Zuge der industriellen Revolution viel Kenntnis verloren gegangen. In der heutigen Zeit können wir Orgelbauer die fachliche Arbeit nur erlernen, indem wir etwa Pfeifen sorgfältig untersuchen und Bälge, Kanäle, Windladen, Klaviaturen, Gehäuse usw. genau vermessen. Bevor man sich Orgelbauer nennen kann, braucht es Jahre intensiver Befassung mit der Materie und die Anfertigung mehrerer Instrumente, und zwar von Grund auf.

    Eine gute Schule ist außerdem Folgendes:
  • Bücher lesen und studieren.
  • Sehr sorgfältig beobachten wie andere Orgel- und Instrumentenbauer ihr Fach heute ausüben.
  • Ebenso beobachten, wie Instrumentenbauer früherer Zeiten ihr Fach verstanden haben (auf diese Weise habe ich mir auch das Holzschnitzen angeeignet).Wichtig ist es auch, dem Klang guter Orgeln und anderer Instrumente zuzuhören. Was klingt schön und warum?
  • Schließlich: Es selbst tun!

Die Holzschnitzarbeiten an den Instrumenten führe ich selbst aus. Holzschnitzen ist eine besondere handwerkliche Kunst, für die auch gilt: Man muss sich damit häufig beschäftigen und sorgfältig schauen, was man in früheren Zeiten machte. Zwar gibt es Ausbildungen für Holzbearbeitung, aber, soweit ich weiß, gibt es keine Ausbildung für Holzschnitzerei in den Niederlanden. Ich habe mir diese Fertigkeit daher selbst angeeignet. Eine gute Praxis ist, die Schnitzerei in Ton vorzuformen, d. h. ein Probemodell anzufertigen, wie es Fachleute auf diesem Gebiet tun.

Im Laufe der Zeit wuchs mein Interesse für die Hausorgel und für kleinere Kirchenorgeln. Später kamen barocke Tasteninstrumente hinzu. Inzwischen habe ich verschiedene SpinetteClavichorde und eine Virginal gebaut.